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Durchschlafen in den Wechseljahren – Wenn die Nacht unruhig wird – und was sie dir sagen möchte


Viele Frauen kennen es nur zu gut: Du bist müde, legst dich ins Bett –und trotzdem wirst du nachts wach.Manchmal gegen drei Uhr.

Manchmal mehrmals.

Manchmal mit Hitze, manchmal mit Gedanken, die einfach nicht mehr leiser werden wollen.

Gerade in den Wechseljahren verändert sich der Schlaf oft spürbar.

Und das kann verunsichern.

Denn Schlaf ist etwas, das früher „einfach passiert ist“.


Was sich jetzt im Körper verändert

In den Wechseljahren geraten vor allem Progesteron und Östrogen ins Schwanken.

Progesteron wirkt beruhigend auf das Nervensystem.

Wird es weniger oder unregelmäßig gebildet, kann sich das zeigen durch:


  • häufiges nächtliches Aufwachen

  • unruhigen, oberflächlichen Schlaf

  • nächtliches Gedankenkarussell

  • frühes Erwachen mit innerer Anspannung


Das ist kein persönliches Versagen.

Es ist ein Zeichen von Wandel.


Warum Durchschlafen nicht erzwungen werden kann

Viele Frauen versuchen, den Schlaf „wieder in den Griff zu bekommen“: mehr Routinen, mehr Kontrolle, mehr Druck.

Doch Schlaf folgt keiner To-do-Liste.

Er entsteht dort, wo sich der Körper sicher fühlt.

Gerade in dieser Lebensphase braucht dein Nervensystem vor allem eines: Entlastung.


Nicht noch mehr Optimierung, sondern bewusstes Runterfahren – körperlich und emotional.


Die Nacht als Spiegel

Oft zeigt uns die Nacht, was tagsüber keinen Raum bekommt: unausgesprochene Gedanken, Entscheidungen, die anstehen, alte Rollen, die nicht mehr passen.

Viele Frauen berichten, dass sie nachts besonders wach sind, wenn sie tagsüber stark funktionieren, viel tragen und wenig bei sich selbst sind.

Die Schlaflosigkeit ist dann kein Feind – sondern ein Hinweis.


Was dir jetzt helfen kann

Nicht als starre Regel, sondern als Einladung:

  • Abende bewusst ruhiger gestalten

  • Licht, Medien und äußere Reize reduzieren

  • dem Körper klare Signale geben: Der Tag ist vorbei

  • Wärme, ruhige Atmung, langsame Bewegungen

  • Gedanken nicht bekämpfen, sondern wahrnehmen


Manchmal hilft es, nachts nicht sofort „wieder einschlafen zu müssen“, sondern dem Wachsein kurz Raum zu geben –ohne Bewertung.


Wandel braucht Vertrauen

Die Wechseljahre sind kein Ende.

Sie sind ein Übergang in eine neue innere Ordnung.

Auch dein Schlaf darf sich neu finden.

Nicht so wie früher –sondern so, wie es jetzt zu dir passt.

Vielleicht ist Durchschlafen gerade kein Dauerzustand.

Aber vielleicht entsteht etwas anderes: mehr Bewusstheit, mehr Ehrlichkeit, mehr Verbindung zu dir selbst.

Und daraus wächst oft – Schritt für Schritt –wieder Ruhe in der Nacht.


Dein Körper weiß, wie Erholung geht. Manchmal braucht er Zeit. Und Vertrauen.

 
 
 

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